Prozesstara für Zyklische Anwendungen für einen automatischen Nullpunktabgleich (<30 s)

Was ist ein Prozesstara?

Zyklische Anwendungen beschreiben wiederkehrende, schnelle Kraftzyklen wie sie beispielsweise bei Pressen vorzufinden sind. Bei zyklischen Applikationen ist es wichtig dass in regelmässigen Abständen der Nullpunkt tariert wird um ein Driften des Messsignals auszuschliessen. Die Dehnungsaufnehmer bieten hierzu einen Reset-, bzw. Tara-Steuerungseingang für einen automatischen Nullpunktabgleich an.

Der Nullpunktabgleich kann über die Steuerung ausgelöst werden. Wird der Reseteingang auf <3 V gezogen, so wird das Signal auf Null gesetzt (Reset) und der Nullpunktabgleich wurde durchgeführt.  Ist der Reseteingang dagegen offen, so befindet sich der Sensor im Messmodus. Die Resetlogik ist alternativ statt mit „Active-Low-Pegeln“ auch mit „Active-High-Pegeln“ erhältlich.

Die Nullpunkteinstellung wird nicht dauerhaft gespeichert. Da es sich zudem um eine flüchtige Tarierung handelt, benötigt die Nullpunktanpassung eine periodische «Aktualisierung» nach spätestens <30 Sekunden. Daher eignet sich dieser Mechanismus nur für zyklische und dynamische Anwendungen mit Zykluszeiten <30 Sekunden. Die Nullpunkteinstellung muss in jedem Zyklus neu ausgelöst werden.